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Warum ich schon wieder gehe und welchen Plan ich habe.

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Die Entscheidung ist gefallen, der Antrag gestellt, Gespräche wurden geführt: ich werde wieder für ein Jahr meine Arbeit, meine Freunde und die Familie hinter mir lassen und unterwegs sein. Schon wieder, nach nur einem Jahr zurück in Deutschland. Es wurde mir mal gesagt, dass sich manche Menschen fragen, warum ich überhaupt ein Sabbatjahr gemacht habe und genau dieselben werden wohl auch jetzt ihre Kommentare nicht für sich behalten und fragen, was das soll. Ich frage mich, warum man das überhaupt fragt und nicht andere ihr Leben leben lässt, wie sie das gerne möchten?! Aber nur so viel dazu. :)
Allen Neidern zum Trotz, geht es also in einem halben Jahr wieder los. Warum das Ganze? Weil ich es kann. Das klingt vielleicht blöd, aber das ist der Punkt: ich habe die Möglichkeit wieder zu gehen, neue Menschen und Orte kennen zu lernen, viele unvergessliche Erfahrungen und Erlebnisse zu machen und frei zu sein, und deswegen mache ich das. Zudem überkommt mich das Gefühl, dass jetzt die beste …

Konsum - nein Danke!

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„Alles soll weg, nichts kann und darf mit, nichts bleibt zurück. Ich will frei sein.“ (meine Gedanken vor 1 ½ Jahren). Ich habe mein Auto, meine Möbel und viele Haushaltsgeräte verkauft und meine restlichen Sachen auf ein Minimum reduziert; das meiste an Klamotten verschenkt. Das war vor meinem Sabbatjahr. Was übrig blieb passte in ein Drittel eines kleinen Kellerraums bei meinen Eltern und in dem Reisejahr habe ich nicht mehr als mein Handgepäck benötigt. 
Für viel Kleidung und Schuhe hatte ich bereits vorher schon wenig übrig, aber dennoch habe ich mehr besessen, als jetzt und ich habe durchaus des Öfteren Online Klamotten oder auch andere Dinge bestellt. Das Jahr auf Reisen hat mir bewusst gemacht, dass man nicht viel benötigt, um glücklich zu sein und dass diese ganzen materiellen Dinge einen nur einzwängen und abhängig machen. Man bricht nicht einfach von heute auf morgen auf, wenn man an einem Auto, eine Wohnung oder einem großen Haus und tausenden von Sachen „gebunden“ ist. Das…

Einzelgängerin

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ja, ich würde sagen, ich bin eine richtige Einzelgängerin geworden, wie man sich die so vorstellt. Eine „alte“ Frau, die komisch, vermeintlich nicht sozial, unhöflich wirkend, in sich gekehrt, wenig gesprächig usw. ist. Vor vier oder fünf Jahren (ich weiß es gar nicht mehr genau) ging meine langjährige Beziehung zu Ende und seitdem gehe ich mehr oder weniger alleine durch das Leben, was wahrscheinlich auch ein Grund dafür, ist warum man immer eigensinniger und „komischer“ wird, zumindest in den Augen der anderen. Manchmal betrachte ich mich von außen und habe sogar wirklich bedenken, dass ich mich zu einem seltsamen Menschen entwickel.
Über Weihnachten und Silvester war ich wieder auf Fuerteventura zum Surfen und habe 9 Nächte im Hostel verbracht. Also, eigentlich habe ich da nur geschlafen, in einem Mehrbettzimmer, was mir komischerweise aber meist relativ gut tut, weil ich dann wirklich schlafe und Nachts nicht mehr auf mein Handy schaue.
Morgens nach dem Aufstehen, freue ich mich imm…

Der Alltag und die Routinen

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Montag bis Freitag immer das Gleiche: Arbeiten, Sport, Essen, Schlafen, Arbeiten... Das Wochenende dann Einkaufen, Putzen, „Sachen erledigen“, Freunde treffen, mal was trinken; dann beginnt die Woche wieder von vorne.
Der Alltag hat mich eingeholt und die Frage ist, ist das gut oder schlecht? Generell ist ja erstmal nichts gegen einen Alltag einzuwenden. Routinen geben Sicherheit, vereinfachen das Leben, nehmen den Stress raus. Alles läuft, nichts Unvorhergesehenes passiert, nichts wirklich Aufregendes; nur das Gewohnte, das Übliche; da ist doch nichts gegen einzuwenden?!
Die Zeit, die Tage, die Wochen verstreichen, plätschern vor sich hin, wie ein ruhig fließender Fluß. Sehr beruhigend... Am Ende des Jahres aber schaut man dann zurück und fragt sich, wie die Zeit so schnell vergehen konnte, was man das ganze Jahr eigentlich gemacht hat.
Passiert nichts Spannendes, ist alles unspektakulär, seicht und „flauschig“. :) Das ist durchaus schön, aber nach einiger Zeit echt langweilig. Ist es…

Die Sache mit dem Alleinesein

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Ein Jahr war ich alleine unterwegs. Ich bin alleine in das Flugzeug gestiegen, geflogen, angekommen, habe alleine neue Menschen kennen gelernt; war öfters alleine Essen, Frühstücken und alleine Surfen; bin die meisten Abende alleine eingeschlafen und morgens alleine aufgewacht. Ich habe meine Pläne alleine geschmiedet und Entscheidungen getroffen, die sich für mich richtig angefühlt haben. Langjährige, alte Freunde habe ich nicht wirklich um mich herum gehabt – geschweige denn Familie; da fühlt man sich manchmal einsam, selbst, wenn man nicht immer alleine ist. 

Das Alleinesein an sich, hat aber durchaus Vorteile. Man muss sich nur mit seiner eigenen Stimmung auseinandersetzen, nur mit seinen eigenen Problemen und nur mit seinen eigenen Wünschen und Träumen. Niemand ist da, der etwas von einem erwartet, Forderungen an einen heranträgt, einen einschränkt. Man ist „frei wie ein Vogel“ und kann tun und lassen was man will. Oft entscheide ich mich aktiv dafür alleine zu sein und nehme dann…

Wie es mir geht - update 14.09.19

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Wie es mir geht? Eine sehr gute Frage. Gut, denke ich. ich hatte ja bereits während meiner Reise immer mal wieder den Gedanken daran, dass ich gerne wieder zu Hause in Deutschland wäre, eine eigene Wohnung hätte und meinem geregelten Leben nachgehen wollen würde. Nun bin ich zurück und es fühlt sich gut an. Es gibt vieles, was man erst zu schätzen weiß, wenn man längere Zeit weg war und andere weit entfernte Länder kennen gelernt hat. Dann schätzt man die frische Luft, das Wasser aus der Leitung, das nicht krank macht, die Jahreszeiten, die Kälte, den Regen, die Arbeit, die mir Spaß macht und mein Gehirn wieder in Schwung bringt und die Nähe zur Familie. Das Jahr hat mich zudem verändert; es hat mich ruhiger und gelassener werden lassen.
Das Überraschende: es gab in dem Jahr genügend Momente in denen ich genau das Gegenteil gedacht habe; dass ich nie wieder zurück kann und Deutschland nicht das Land ist, in dem ich auf Dauer leben möchte. Diese Gedanken sind zur Zeit nicht mehr da. Wa…

Die Welt des Surfens...

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ist eine ganz andere, eigene Welt. Eine Welt, die in meinen Augen zwei Seiten hat. Es ist eine Welt, die geprägt wird durch Tourismus und Sexismus, aber auch eine Welt, in der man die größte Freiheit erlebt, die man je verspüren kann.
Die „Surfwelt“ boomt. Es ist zum Trend geworden Surfen zu lernen. Die Marketingindustrie hat die Surfer entdeckt: die blonden, gestählten Surferboys und besonders auch die Surfergirls in ihren knappen Bikinis. Das Image von braun gebrannter Haut, wenig Stoff, muskulösen Körpern und strahlendem Lächeln lebt. Wohl auch, oder mit ein Grund dafür, dass so viele in den letzten 10 Jahren mit dem Surfen angefangen haben (einschließlich mir), und dass die Surfhäuser und Surfschulen „wie Pilze aus dem Boden schießen“.
Anfänger und diejenigen, die sich maßlos überschätzen und keinen Sinn im Surfunterricht sehen, liegen zu – gefühlt – Hunderten wie Treibholz im Wasser. Sie sind eine Gefahr für andere und für sich selbst.
In Surfhäusern/Surfcamps erlebt man den Wahnsinn…