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Glücklicher Zufall oder doch alles nach Plan

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Seit vier Wochen bin ich in Portugal und fast genauso lange nun in einer glücklichen Beziehung. Hätte mir jemand vorher erzählt, dass ich direkt am ersten morgen nach meiner Ankunft einen Mann treffe, in den ich mich verliebe, hätte ich denjenigen wahrscheinlich ausgelacht. Manchmal sind es unerwartete und viele Zufälle auf einmal, mit denen man nicht rechnet, die das Leben verändern und ihm eine neue Wendung geben. In solchen Momenten fragt man sich, ob da nicht irgendwer oder irgendwas „seine Finger“ mit im Spiel hat – die Welt als ein Spielbrett, auf denen Figuren – wir Menschen – hin- und hergeschoben werden und große Entscheidungen nicht in unseren Händen liegen. Ein Gedanke, der etwas verrückt klingt und doch manchmal aufkommt. An eine Beziehung, gemeinsame Zukunftspläne, Reisen, Abenteuer und vielleicht doch noch eine eigene Familie, habe ich schon länger nicht mehr gedacht, geschweige denn mich damit auseinandergesetzt. Eigentlich war mein Plan im August mit meiner Schwester un…

Update 12.08.20

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„Du hast die Wahl: jeden Tag aufs Neue!“Diese Tage zeigte sich aufs Neue, wie einfach es ist allein zu reisen, aber dennoch nicht alleine zu sein. Ein Hostel bietet den besten Ort, um neue Freunde zu finden. Es ist alles nur eine Frage der Einstellung.Am Donnerstag letzte Woche den 06.08. flog ich nach Portugal und war vorab durchaus mal wieder etwas aufgeregt. Das Hostel, in dem ich normalerweise immer unterkomme ist voll, weshalb ich ein anderes buchte. Ich wusste nicht, was mich erwartet, welche Menschen ich treffe, wie die Unterkunft sein wird. Natürlich ist das nicht das erste mal, dass ich an einen neuen Ort komme, aber dennoch ist da immer eine Mischung aus Unsicherheit und Vorfreude. Meine Bedenken, dass ich mich unwohl und einsam fühlen würde, waren aber völlig unbegründet. Zum einen kenne ich den Ort hier in Portugal bereits von etlichen Besuchen zuvor und es ist ein bisschen wie „nach Hause kommen“, zum anderen war es sehr einfach diesmal neue, tolle Leute kennen zu lernen.…

Gedanken, Juli 2020

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Lehrerin wollte ich schon immer werden. Spätestens in der 9. Klasse hat sich der Wunsch gefestigt und war von da gesetzt. Ich hatte die Idee, dass es irgendwie „cool“ ist, Klassenarbeiten zu korrigieren und Noten zu geben. Dass das etwas ist, worauf ich jetzt sehr gut verzichten könnte, wusste ich da noch nicht. Bei dem Gedanken an den Lehrerinnenberuf waren Ferien und Beamtentum nicht dabei. Ich hatte zu der Zeit keine Ahnung davon, was es heißt, verbeamtet zu sein. Wahrscheinlich würde ich den Beruf auch jetzt schon nicht mehr machen, wenn das meine Beweggründe gewesen wären. Man muss schon sehr gerne Lehrerin sein und Herzblut reinstecken, um damit glücklich zu werden. Den Beruf macht man nicht lange, wenn man die Arbeit mit Kindern nicht schön findet, es liebt ihnen etwas beizubringen, sie gerne ein Stück im Leben begleitet und dabei durch Höhen und Tiefen mit ihnen geht. Ich bin froh Lehrerin zu sein und dankbar, dass mir das System ermöglicht, auch meinen momentanen privaten Wün…

Positiv denken und gelassen bleiben! :)

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„Es wird sich schon irgendwie regeln.“ - ausatmen, Gedanken und Sorgen ausblenden. Das ist im Moment meine Strategie mit Angelegenheiten umzugehen, die mir Stress verursachen, mir Sorgen bereiten und vor einem ungelösten Problem stellen.
Es kommt vor, dass man sich dabei ertappt, wie man im Kopf Situationen durchdenkt, die in der Zukunft anstehen. Man malt sich wiederholt aus, was man zu wem sagen wird, was man wie machen will oder sollte, was geschehen wird; man stößt auf Probleme, die dabei aufkommen werden und unlösbar erscheinen; man steht vielleicht auch wirklich vor einem Rätsel, wie man sich verhalten soll und/oder wie etwas weiter geht.
Man steigert sich in die Gedanken hinein und malt sich dabei auch aus, wie mögliche Beteiligte reagieren oder agieren werden. Man führt einen inneren Monolog mit Dialogstruktur, der völlig der eigenen Fantasie entspringt. Nicht selten hat man dabei den Gedanken an eine "Katastrophe" und übertreibt alles ins Maßlose. Alles wird schreckli…

Laufen - meine Leidenschaft

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Meine Eltern sind schon immer sehr viel gelaufen: Marathons, Halbmarathons, 10km-Läufe... Uns haben sie oft für den Kinderlauf zu den Wettkämpfen mitgenommen. Mit 15Jahren sind dann meine Zwillingsschwester und ich einem Laufverein beigetreten und ab da war das Laufen unser Leben. Unzählige Wettkämpfe auf allen Distanzen wurden absolviert und viele Erfolge gefeiert. Mit 18Jahren der erste Marathon und mit 19 der 2. Alles drehte sich um das Laufen und die Trainingskilometer in der Woche.

Mit dem Studium und dem Übergang in die Frauenaltersklasse wurde es dann immer weniger; losgelassen hat mich die Leidenschaft für das Laufen aber nie. Einmal Läuferin, immer Läuferin – glaube ich. Vor drei Jahren der Berlinmarathon und kurz danach noch den in Hamburg. Jetzt - dank Corona - wieder voll dabei und mit neuen Ambitionen. 



Das Laufen liebt man oder man hasst es; viel dazwischen gibt es nicht. Was es so besonders für mich macht? Ich liebe es meinen Körper an seine Grenzen zu bringen, den Puls …

Isolation - ein Erfahrungsbericht

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Fünf Wochen habe ich erlebt, was es heißt, alleine zu sein, wirklich alleine. Menschen habe ich nur gesehen, wenn ich einkaufen gegangen bin oder laufen war. Die Spaziergangverabredungen kann ich an einer Hand abzählen, da ich durch meine ständigen Reisen und Wochenendtripps hier in Hamburg nicht viele Freunde habe, Verwandte schon gar nicht; die sind alle sehr weit weg in Mittel- und Süddeutschland. Covid19 ist der Grund, warum unser Leben von heute auf morgen auf „den Kopf gestellt“ wurde und wir gezwungen waren/sind unsere Kontakte zu anderen Menschen so weit wie möglich einzustellen. 
Die meiste Zeit in den 5 Wochen, in denen ich mich strikt an die Kontaktbeschränkungen gehalten und mich selbst isoliert habe, habe ich in meiner Wohnung alleine auf der Couch, vor dem Computer, am Schreibtisch, in der Küche, im Bett und im Badezimmer verbracht. Nur zum Sport treiben bin ich ab und zu eine Stunde am Tag nach draußen gegangen. Ich habe gelesen, gemalt, gebastelt, gekocht, meditiert, vi…

Coronavirus und nun?

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Das Coronavirus hat „die Welt“ veranlasst die „Pausetaste“ zu drücken. Alle einmal anhalten bitte und abwarten. Nicht bewegen, stillhalten. Warten. Auf was? Darauf, dass wieder „Play“ gedrückt wird und alles wieder läuft. Die Taste zum Vorspulen gibt es leider nicht, sonst wüssten wir wie es in einem, zwei oder drei Monaten aussieht. Das wäre schön. Vorbei wäre es mit der Ungewissheit und dem Schwanken zwischen Hoffen und Bangen. Vorbei wäre es auch mit der Frage, ob ich mein zweiten freies Jahr so verbringen und genießen kann, wie ich mir das vorstelle.
In drei Monaten geht es schon wieder los; dann packe ich meine Sachen, verlasse Hamburg, gehe zurück zu meinen Eltern, verstaue alles in den Keller, sage Tschüß und …. reise in die weite Welt? Bleibe in Europa? Bleibe in Deutschland? Fragen, die im Hinblick darauf, was uns vielleicht noch bevorsteht bezüglich der Ausbreitung und Mortalität des Virus, eher als sehr unbedeutend erscheinen, aber mich persönlich natürlich trotzdem beschäf…